Hinweise zu digitalen und gedruckten Fotos

Digital vs. Print

Manchmal erreichen mich von Paaren nachfragen, weil ihre selbst bestellten Ausdrucke nicht den Erwartungen entsprechen, es zu Farbabweichungen kommt und/oder die Darstellung am Computer nicht mit dem Druck übereinstimmt. Deshalb möchte ich euch hier einen kurzen Überblick geben, welche Unterschiede es bei digitalen Bildern und Drucken gibt und was ich euch empfehle.

Worauf achten bei euren digitalen Fotos auf unterschiedlichen Geräten:

Als Fotografin arbeite ich an speziellen Bildschirmen, die kalibriert sind und einen sehr großen Farbumfang haben, damit das digitale Foto und der Druck bestmöglich übereinstimmen und ich sehr „fein“ bearbeiten kann. Handelsübliche Monitore sind nicht farbkalibriert, das bedeutet, dass eure Fotos nicht ganz den Farben entsprechen, die ihr dort seht. Meist macht sich das in einem leichten Farbstich in Richtung gelb, rot oder grün bemerkbar, der sich insbesondere in den Hautfarben zeigt.

Wenn ihr euch eure Fotos auf eurem TV oder Monitor anseht, achtet auf die jeweilige Bildeinstellung. Sollten euch eure Fotos dort farblich nicht gefallen, bitte ich euch, erstmal auf mehreren Endgeräten zu prüfen, ob wirklich etwas „falsch“ ist, oder ob es eben an den Einstellungen eures Monitors oder TV-Bildschirms liegt. LCD-Bildschirme verändern leider ihre Farben auch mit zunehmendem Alter.

Eine sehr gute Abbildung bekommt ihr auf Apple Geräten (also Mac, iPad, iPhone), sofern ihr die Einstellungen nicht verändert habt.
Bei Android und PC ist das Farbmanagement meist nicht so gut, sodass es zu Farbabweichungen kommen kann.

Das solltet ihr außerdem beachten, wenn ihr eure Fotos drucken lasst:

Ausdrucke sehen häufig dunkler aus, einfach weil der Bildschirm von hinten beleuchtet wird und so in den Schattenbereichen mehr Details zeigt, als gedruckt werden können. Moderne Bildschirme haben gegenüber einem Drucker einen viel größeren Kontrastumfang und in der Regel ein Kontrastverhältnis von mindestens 1.000:1, oft sogar deutlich mehr. Im Vergleich dazu kann das beste Hochglanz-Fotopapier ein Kontrastverhältnis von 200:1 zwischen dem dunkelsten Schwarz und dem hellsten Weiß erreichen, während ein mattes Papier vielleicht nur 100:1 bietet.

Um auf dem Bildschirm einen genaueren Eindruck von dem zu erhalten, was ihr auf dem Druck sehen werdet, regelt ihr am besten die Helligkeit eures Monitors herunter.
Moderne LCD-Bildschirme neigen außerdem zu einer zu kühlen (blauen) Darstellung, besonders wenn sie neu sind (die Farben werden oft wärmer – gelber – je älter der Bildschirm ist). 

Meine Empfehlung für Fotodrucke:

Von Aldi & Co. rate ich ausdrücklich ab – genauso wie vom Fotodrucker in der Drogerie! Denn bei günstigen Fotofachlaboren, sind Farbstiche und schlechte Qualität leider vorprogrammiert bzw. Glückssache, ob ihr das gewünschte Ergebnis bekommt. Das liegt daran, dass diese keine Farbprofile beim Druck verwenden, die für farbverbindliche Fotoabzüge nötig sind. Hinzu kommt die mäßige Qualität der Druckertinte, die für die Langlebigkeit eurer Fotos wichtig ist.
Bei CEWE habe ich schon gute (wenn auch farblich kräftigere Ergebnisse bekommen), aber auch schon welche mit Farbstich.

Bestellt lieber direkt im Shop euerer Online-Galerie (der exklusive Anbieter ist hier nPhoto, über den sonst nur Berufsfotografen bestellen können) oder alternativ bei PixelfotoExpress. Auch SaalDigital ist eigentlich ein sehr guter Anbieter, hier musste ich jedoch in der Vergangenheit feststellen, dass bei den normalen Fotoabzügen die Hauttöne sehr blass gedruckt wurden. Andere Produkte z.B. auf Leinen sind hingegen von guter Qualität.

Auch wenn ihr bei anderen Online-Shops etwas zu sog. „ICC-Profilen“ findet, dann stehen die Chancen gut, dass dort farbverbindliche Fotoabzüge gedruckt werden. Solltet ihr noch ein Fotofachgeschäft in eurem Ort haben, so bieten auch diese meist eine gute Qualität und sind zudem sehr schnell – das ist eventuell auch einen Versuch wert.

Welches Papier für Fotoabzüge empfehle ich euch:

Auch die Qualität und Art des Papiers haben einen großen Einfluss auf die Qualität eurer Fotoabzüge. Wählt daher Abzüge auf Fujifilm- oder Hahnemühle FineArt-Papier, wenn ihr nicht im Shop eurer Online-Galerie bestellt (dort ist Fujifilm der Standard).

Mein absoluter Favorit ist Fujifilm Silk, wenn euch matte Abzüge gefallen. Darauf sieht man keine Fingerabdrücke und es hat eine hochwertige, feine Oberfläche.

Hinweis: Auch bei CEWE wird auf Fuji-Papier gedruckt, das ist jedoch die Low-Budget-Version – wesentlich dünner und keine so gute Haptik.

In welcher Größe könnt ihr eure Fotos drucken?

Bitte achtet beim Download aus der Online-Galerie darauf, dass ihr die „Volle Auflösung“ für den Druck nehmt. Die „Webauflösung“ ist fürs Handy und Hochzeitswebsite geeignet, aber nicht für den Druck.

Ihr erhaltet von mir Fotos mit der Auflösung von 300dpi, damit lassen sich ohne Probleme Fotodrucke mit einer Kantenlänge von mindestens 30 cm realisieren. Wenn ihr noch größer drucken möchtet, ist das i.d.R. auch kein Problem. Gerne prüfe ich auch eure Wunschfotos vorher auch nochmal.

Ihr könnt schwer einschätzen, welche Größen ihr euch an die Wand hängen sollt?

Am besten nehmt ihr euch einen großen Karton oder klebt DIN A3 Blätter zusammen und hängt sie probeweise an die Wand, dann könnt ihr euch schon einen wesentlich besseren Eindruck machen, was am Ende gut aussieht. Ich berate euch auch jederzeit gerne, welche Bilder miteinander harmonieren und wie ihr sie richtig in Szene setzt.

Ihr möchtet nicht nur Standard-Abzüge sondern besondere Wandbilder auf Leinwand, Acryl oder andere Fotoprodukte?

Dann sprecht mich gerne an. Wandbilder könnt ihr zwar auch direkt über den Shop euerer Galerie bestellen, meist kann ich euch jedoch bessere Konditionen anbieten, besonders, wenn ihr mehrere Produkte bestellen möchtet. Außerdem können wir uns gern auf einen Kaffee treffen und ich zeige euch die Musterprodukte.
Zu den Alben erhaltet ihr hier gleich ein paar Eindrücke.